... von den rund 23.700 Berufskrankheiten, die 2007 von den Berufsgenossenschaften bestätigt wurden, 10.200 die Haut betrafen? ... beruflich bedingte Hautkrankheiten rund 1,25 Milliarden Euro an jährlichen Kosten verursachen? ... jährlich in Deutschland rund 140.000 Menschen an Hautkrebs neu erkranken und 3.000 daran sterben?
Die Haut ist mit 2qm das größte Organ des Menschen.
Hautgefährdungen
Hautgefährdende Arbeitsstoffe (R-Sätze)
R38 Reizt die Haut
R43 Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich
R21 Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut
Setzen Sie Hautschutzmittel ein, wenn ...
... einer spezifischen Hautbelastung durch abgestimmte Hautschutzmittel begegnet werden kann
... sie mit entfettenden Substanzen arbeiten, zum Beispiel Seifen, Tensiden, Lösemitteln
... die Reinigung der Hände von industriellen Schad- und Schmutzstoffen erleichtert werden soll
... Sie wegen geschädigter Hornschicht bei Arbeiten im feuchten Milieu mit einer Aufnahme von Schadstoffen rechnen müssen
... UV-Strahlung zu Hautschäden führen kann
Beispiele hierfür sind Reinigungsmittel, organische Lösemittel, Laugen und Säuren. Aber auch nicht kennzeichnungspflichtige Arbeitsstoffe können die Haut bei längerer oder wiederholter Einwirkung schädigen. Dies trifft auf Kühlschmierstoffe, Öle oder Fette zu.
Feuchtarbeit Feuchtarbeit gehört zu den hautgefährdenden Tätigkeiten; hierbei quillt die Hornschicht auf. Dazu zählen Arbeiten im feuchten Milieu, das Tragen von flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen sowie häufiges bzw. intensives Reinigen der Hände.
Hautresorptive Gefahrstoffe Dies sind Stoffe, die leicht durch die Haut in den Körper gelangen und zu gesundheitlichen Schäden führen, wie z. B. spezielle Lösemittel (Xylole, Ethylbenzol und Methanol) oder Benzol im Ottokraftstoff.
Hautkontakt mit solchen Stoffen ist unbedingt zu vermeiden.
Hautsensibilisierende Gefahrstoffe Diese Stoffe können Hautallergien auslösen. Eine einmal erworbene Sensibilisierung bleibt in der Regel lebenslang bestehen. Jeder erneute Hautkontakt führt zu allergischen Reaktionen. Beispiele sind Nickelsalzbäder in der Galvanik, Epoxidharze, Polyurethankleber und –lacke, Acrylatkleber (Sekunden- oder Schraubensicherungskleber) und Härter von Spachtelmassen.
Was schädigt die Haut noch?
Mechanische Einwirkung Die Einwirkung von Spänen, künstlichen Mineralfasern sowie reibemittelhaltiger Hautreinigungsmittel schädigen die Haut.
Es entstehen Mikroverletzungen, die oft nicht wahrgenommen werden.
UV-Strahlung Die Einwirkung von natürlicher und künstlicher UV-Strahlung führt zur Rötung bis hin zur Blasenbildung der Haut (Sonnenbrand).
Häufige Folgen können Hautalterung und Hautkrebs sein.
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