Risiko von Handarmvibrationssyndrom (HAVS) am Arbeitsplatz
Im Juni 2002 wurde von der EU die Richtlinie 2002/44/EG über Vorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Vibrationen) Mindestanforderungen festgelegt.
Ein Beispiel solcher potentieller Schädigungen ist das Taubheitsgefühle in den Fingern und Händen nach langen Arbeiten mit handgeführten Werkzeugen. Auf Dauer können, wie im folgenden Beispiel von HAVS, Vibrationseinwirkungen zu Langzeitschäden führen.
Handarmvibrationen sind die in die Hände und Arme der Arbeiter übertragenen Vibrationen, wenn sie handgeführte Arbeitsgeräte benutzen. Zu große Belastung durch Handarmvibrationen können das Handarmvibrationssyndrom (HAVS) verursachen. Das HAVS betrifft die Nerven, Blutgefäße, Muskeln und Gelenke in Hand, Handgelenk und Arm. Wenn es nicht behandelt wird, kann es zu schwerwiegenden Behinderungen führen. Hand-Arm-Vibrationen führen auch zur beeinträchtigten der Blutversorgung in den Fingern, einem als "Vibrations-Weißfinger" bekannten Symptom, das starke Schmerzen in den betroffenen Fingern verursachen kann. Das Handwurzeltunnel-Syndrom ist eine Nervenstörung, die Schmerzen, Kribbeln, und Taubheit in Teilen der Hand verursacht und durch Vibrationen ausgelöst werden kann.
HAVS können beispielsweise in folgenden Arbeitsbereichen auftreten:
- Karosseriebau – Schleifen, Trennen
- Maschinen- und Metallbau
- Baugewerbe – Arbeiten mit Rüttelplatten, Stampfer
- Lackierereien – Schleifarbeiten
- Forst- Land- und Gartenbetriebe – Mäh- und Schneidarbeiten
Beschäftigte die z.B. in einer Karosseriereparaturwerkstatt arbeiten, benutzen häufig Werkzeuge die Handvibrationen erzeugen, die Knochen und Gelenke beschädigen können. Deshalb müssen sie entsprechend auf frühe Anzeichen und Symptome achten, wie:
- Kribbeln und Taubheit in den Fingern
- Nicht in der Lage zu sein, Dinge mit den Fingern zu fühlen (Taubheit)
- Bei Nässe oder Kälte werden die Fingerspitzen der Arbeiter erst weiß, dann rot und schmerzen bei Erholung
Sicherheitsmaßnahmen Es liegt in der Verantwortung sowohl des Arbeitgebers als auch der Beschäftigten, die Risiken von Vibrationen zu reduzieren durch:
- Die Benutzung von tätigkeitsgeeigneten Niedrigvibrationswerkzeugen
- Richtige Installation, Wartung und Reparatur, um durch Defekte oder allgemeinen Verschleiß verursachte erhöhte Vibrationen zu vermeiden
- Das Ausstatten von Handwerkzeugen mit vibrationsdämpfenden Griffen
- Halten Sie Schneidewerkzeuge scharf, so dass sie effizient nutzbar bleiben
- Vermeiden Sie es, ein Werkzeug- oder Arbeitsstück mit einem höheren Kraftaufwand zu greifen oder zu halten, als normalerweise nötig ist - Werkzeuge so lagern, dass sie bei der nächsten Benutzung keine extrem kalten Griffe haben
- Finger während der Arbeitspausen massieren und gezielte Bewegungsübungen machen
- Eine gute Durchblutung durch Warm- und Trockenhalten der Hände fördern
- Tragen von geeigneten Anti-Vibrationshandschuhe!
Der Anti-Vibrationshandschuh Vibraprotect ist ein vibrationsdämpfender Handschuh zur Vorbeugung von HAVS mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Dies wurde durch eine Prüfung nach EN ISO 10819 bestätigt.
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